Das Buch

Ein Verbrechen im Kanton Aargau erschüttert 1957 die Schweiz. Anhand der Gerichtsakten hat Autor Peter Hossli eine packende Milieu- und Gesellschaftsstudie geschrieben. Der journalistisch recherchierte Tatsachenroman schildert einen Mord – und eine grosse Liebesgeschichte.

«‹Revolverchuchi› ist ist die wahre, herzzerreissende Geschichte zweier Liebender, die zu Mördern werden. Und ein Sittengemälde des Schweizer Mittellandes in den Fünfzigern. Akribisch recherchiert und sinnlich erzählt. Ein berührendes Buch.»

Nicoletta Cimmino, Journalistin SRF

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Anhand erstmals zugänglicher Gerichtsakten zeichnet Autor Peter Hossli «eines der grausamsten Verbrechen der schweizerischen Kriminalgeschichte» nach, wie Zeitungen den Mordfall Stadelmann damals beschrieben. Es ist das Jahr 1957. In der Schweiz boomt die Wirtschaft. Der russische Satellit Sputnik schockiert den Westen. Und Max Märki, 25, verheiratet, Vater dreier Kinder, Gipser aus dem Kanton Aargau, verliebt sich in die 20-jährige norwegische Hilfsköchin Ragnhild Flater. Gemeinsam wollen sie nach Amerika. Um das nötige Geld zu beschaffen, drehen sie ein krummes Ding. Vieles geht schief. Ein Mann stirbt. Ein Polizist blamiert sich. Ein Fluchtversuch scheitert. Ein Auto geht in Flammen auf.

Eine packende Rekonstruktion eines aufsehenerregenden Kriminalfalls und ein beklemmendes Zeitporträt im Stil eines Romans. In der akribisch recherchierten Erzählung offenbaren sich sämtliche Zwischentöne des Menschseins: Liebe, Familie, Betrug, Armut, Gier, gescheiterte Lebensträume, Ängste und Hoffnungen.

Peter Hossli
Revolverchuchi
Mordfall Stadelmann 1957
Gebunden, 13,5 x 21,5 cm, 236 Seiten

Reaktionen

«Im Buch ‹Revolverchuchi› arbeitet Autor Peter Hossli die Geschichte rund um den aufsehenerregenden Kriminalfall akribisch auf. Dabei schildert Hossli nicht nur detailliert den Fall, den er anhand von Akten genau rekonstruieren kann, sondern erzählt auch vom gesellschaftlichen Umfeld der 1950er-Jahre und dem Milieu, aus welchem die Mörder stammten.» 26. März 2020, Radio SRF

«Ein ausgezeichnetes Buch… In der Tradition von Truman Capote.» Roger Schawinski, Doppelpunkt, Radio 1, 24. Mai 2020

«Hervorragend… packend aufgeschrieben»,  15. Mai, 2020, Martina Läubli, NZZ am Sonntag

«Während der Lektüre von ‹Revolverchuchi› fühlt man sich an ein bestimmtes Werk des «New Journalism» erinnert: Truman Capotes ‹Kaltblütig› 3. April 2020, St. Galler Tagblatt

«Geiles Buch … Grossartig, wüki. Diese Details! Man hat das Gefühl, dabei zu sein.» 13. April, 2020, Kafi Freitag.

«Der unheilvolle Lauf der Dinge… Der Journalist Peter Hossli gewährt einen beklemmenden Blick in den Schweizer Alltag der 1950er Jahre.» Empfehlung der «NZZ Geschichte», Juli 2020

«Meisterstück… Obwohl die beiden Mörder von Anfang des Buches an bekannt sind, legt man es trotzdem nicht zur Seite.» 21. Mai 2020. Matthias Ackeret in «Persönlich»

«Ich habs in einem Zug gelesen. Am Meer in der Provence machte ich dank @phossli eine wunderbare Reise in die Schweizer 50-er Jahre. Tolle Story!» Guido Schätti, stellvertretender Chefredaktor Blick, 13. Juli 2020

«Selbstverständlich habe ich Ihr neuestes Werk gelesen. In einem Zug, mit Spannung, aber auch Genuss. Die Lektüre weckte in mir zahlreiche Erinnerungen personeller und örtlicher Natur. – Sie haben m.E. den Fallgrossartig beschrieben, sachlich und in literarischer Sprache. Kompliment! Besonders beeindrucken mich persönlich auch die menschlichen und zwischenmenschlichen Betrachtungen.» Walter Arrigoni, 11. April 2020

«… packende Milieu- und Gesellschaftsstudie über ein Verbrechen im Aargau… absolut zu empfehlen.» 24. April 2020, Buchhändlerin Daniela Binder im Interview mit RonOrp.

«Unterhaltsam, spannend und berührend. Eine wahre Mordgeschichte aus dem Schweizer Mittelland Ende der Fünfziger Jahre. Eine fremde Welt und doch eigenartig vertraut für jemanden, der kurz danach geboren wurde. Spannend zu lesen und merkwürdig traurig-schön.» 13. April, 2020, Dr. Thomas Kirchhofer

«Wenn der Peter sich so lange so hartnäckig in eine kriminalhistorische Recherche hineinkniet und ganze Aktenberge abschreibt, dann ist es die Sache wert. Meine (vor allem auch nach dem sehr gelungenen Reporter-Handbuch) hochgeschraubten Erwartungen wurden noch übertroffen. Und zwar nicht nur hinsichtlich der Personenzeichnung (du hast dich, offenbar immer nahe an den Quellen, getraut, Charakterzüge und okkasionelle Stimmungslagen nach und nach plastisch herauszuarbeiten, und bist nie der naheliegenden Gefahr psychologischer Spekulationen erlegen. Sehr schön, wie Max Märkis Lavieren im Grenzbereich zwischen Ehrlichkeit und Lüge, zwischen legalen und illegalen Wegen, zwischen Berechenbarkeit und Übermanntwerden vom Unberechenbaren im Einzelnen ausgebreitet wird. – Märkis sind eben «Grenzleute».). Auch die sozioökonomischen Implikationen des Falls und das historische Kolorit sind mit vielen sprechenden Details (die du ja alle recherchieren und gezielt auswählen musstest) deutlich ausgemalt. Und last but not least (weil es das Moment ist, das den Leser bei der Stange hält) sind die einzelnen «Bilder» des Dramas in einer so logisch erscheinenden und die Spannung immer wieder neu anfachenden Abfolge erzählt, dass man die Figuren und ihr Umfeld am Schluss fast persönlich zu kennen scheint. (Ich habe dabei gespürt, wie dir Max Märki buchstäblich ans Herz gewachsen ist.) Mit deinem Text bist du, offenbar deiner Vorgänger sehr bewusst, eigentlich schriftstellerisch zu einem Grenzgänger geworden, indem du den historischen Dokumentarbericht mit romanhaften Elementen (vor allem aus dem Kriminalroman) amalgamiert hast. Entstanden ist eine Art Tatsachenroman, dessen Textur mich sehr überzeugt hat. Chapeau!» 10. Mai, 2020, Peter Märki, Deutschlehrer

«Die Montage des Plots ist gekonnt gemacht, spannungsreich und packend… Man muss nicht, aber man darf solch hartnäckig recherchierte Stoffe als Gegenposition zu den Fake-Texten eines Claas-Hendrik Relotius sehen.», 11. April, 2020. Tages-Anzeiger

«Seit langer Zeit mal wieder ein Buch, das mich packt, und das ich nicht gleich aus der Hand lege. Sackspannend!» C. F., 11. April 2020.

«Minutiös, emotionslos, sachlich. Der Leser wird zum Voyeur, sitzt da und staunt.» 14. April 2020, CoopZeitung

«‹Revolverchuchi› heisst das neue Buch von Hossli, das kürzlich er- schienen ist. Und der Aargauer Journalist erweist sich darin wie- derum als genauer Beobachter, treffsicherer Rechercheur und pointierter Schreiber. Mit viel Liebe zum Detail lässt sich eine alte wahre Geschichte über eine Amour fou und einen Mord im Affekt real ganz neu erzählen.» 26. April 2020, SonntagsBlick

«‹Revolverchuchi› ist süffig erzählt, voller Details, welche das kleinbürgerliche Milieu der 50er-Jahre-Schweiz lebendig werden lassen. Das Buch versetzt die Leserinnen und Leser zurück in eine Zeit, als man zum Telefonieren noch ins Tearoom musste und die Antibabypille noch nicht allgemein erhältlich war. Auch die Praxis illegaler Abtreibungen ist Teil von Hosslis Geschichte. Hosslis Figuren sind treffsicher gezeichnet, und das Buch zeigt nicht zuletzt, wie akribisch der Autor Gerichts- und Ermittlungsakten zum Mordfall studiert hat. Max Märki und Ragnhild Flater werden vom Autor in all ihrer Komplexität und mit ihren schwierigen Biografien beschrieben, ohne dass dabei der grau- same Mord an Stadelmann verharmlost würde. Die Fülle an Informationen, welche Hossli für sein Buch zusammengetragen hat, wirkt nicht erschlagend, sondern lässt diesen Tatsachenroman zu einem packenden Krimi werden.» 1. April, «Berner Landbote»

«Lebendige Vergangenheit. Dem Autor gelingt mit Worten die damalige Zeit zu malen. Vor diesem Bild erzählt er diese tragische Geschichte nach. So finde ich mich als Leser mitten drin, ob ich jene Zeit selber erlebt habe oder nicht. Beispielhaft. Und in jeder Hinsicht le(b)senswert.» 12. April, Leser D. aus B. auf Amazon.

«‹Revolverchuchi› ist mitreissender Krimi, traurige Liebesgeschichte und brillante Milieustudie aus dem Aargau der späten 50er Jahre. Lesetipp!» 17. April 2020, Tristan Brenn, Chefredaktor SRF

« …atemberaubende Geschichte… akribisch recherchiert…» 19. April 2020, Zentralplus

«Eine Parabel wie die Coen-Brüder sie im Spielfilm Fargo erzählen, allerdings alles wahr. Es geht um gewöhnliche Menschen, die ausbrechen wollen, dafür Geld brauchen, und die deswegen einen kruden Plan aushecken. Dieser misslingt, wie ihnen schon vieles im Leben misslungen war. Sie verlieren die Kontrolle, ein Mann stirbt.» 12. April, 2020. Mein Werkstattbericht in der NZZ am Sonntag

«Must read Leseliste: Revolverchuchi 12. April, 2020, Daniel Graf

«Das Buch ist wahnsinnig!!!! Es ist wie zu Zwahlenzeiten. Hossli ist ein wahrer Könner! Den Aufbau des Geschehens finde ich überragend, dazu auch sein Ausdruck, die geschichtlichen Ergänzungen und natürlich der soziale Hintergrund, der erschütternd und tragisch ist.
Konnte dann bis 4 Uhr morgens nicht schlafen …
Ich freue mich – werde es heute Abend fertig lesen.
Ich denke, es wird auf die Bestseller-Liste kommen.»
13. April, 2020, Leserin U.

«Eine halbe Stunde, bevor die Buchhandlung für einige Zeit schloss, habe ich mich noch mit Lesestoff eingedeckt. Ihr Buch Revolverchuchi ist mir sofort ins Auge gestochen und mit in den Rucksack gewandert. Ich erlaube mir, Ihnen nun kurz zu schreiben, weil ich zum Mordfall Stadelmann schon eine etwas besondere Beziehung habe.

Ich war 1957 zehn Jahre alt und bin an der Mäderstrasse in Baden aufgewachsen. Mein Vater war Polizist. Der Mordfall hat uns Buben im Quartier damals tagelang beschäftigt und war natürlich auch durch die Arbeit meines Vaters zuhause am Mittagstisch ein Thema. Meine Kameraden und ich haben zeitweise sogar im Martinsbergquartier nach der Leiche von Stadelmann gesucht, um allenfalls die ausgeschriebene Belohnung zu kassieren! Dieser Mordfall (wie übrigens auch die Geschichte mit Deubelbeiss und Schürmann einige Jahre vorher) waren, bedingt auch durch den Beruf meines Vaters Eckpunkte in meiner Kindheit, die bis heute präsent sind (es ist ja damals nicht so viel passiert). Noch oft habe ich an Stadelmann gedacht, wenn ich mit dem Bike über die Reussbrücke in Mülligen gefahren bin.

Da Sie in Ihrem Buch neben dem eigentlichen Mordfall auch die damalige Zeit mit ihren Besonderheiten schildern, war das Lesen für mich schon eine Rückkehr in meine Kindheit. Viele Erinnerungen kamen dabei zurück und sind jetzt wieder präsent. Mit dem Titel Ihres Buches hatte ich zuerst etwas Mühe, bevor im letzten Kapitel das Rätsel gelöst wurde. Die Revolverchuchi war dann einige Jahre später auch für mich ein Ort, den ich oft besuchte, um amerikanische Western zu schauen (1. Reihe, „Gnickbrächerloge“).

Ich bedanke mich für dieses Erlebnis und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und gute Gesundheit.» 26. März, 2020, Leser W. H., Mägenwil

«Mit grossem Interesse habe ich Ihr Buch über den Mordfall Stadelmann gelesen. Vorerst ein grosses Kompliment, das Buch ist höchst spannend, die Geschichte äusserst sorgfältig recherchiert. Die Darstellung der damaligen Zeit im besonderen des Arbeitermilieus wird bildhaft dargestellt. Dank der differenzierten Beschreibung über die Hintergründe erhält der Leser ein umfassendes Bild über die Tat im besonderen aber auch die menschliche Tragik die damit verbunden war.

Diesen Mordfall hatte ich damals hautnah mitbekommen. Denn zu diesem Zeitpunkt führten meine Eltern das Restaurant Baldegg. Ich habe somit einen Teil meiner schönen Jugendzeit auf der Baldegg verbracht, zusammen mit meinen zwei Brüdern.

Ich kann mich noch gut an dieses tragische Ereignis erinnern. Als 11-jähriger Bub hatte mich dieser Mordfall sehr interessiert, war dies doch für uns alle sehr spannend und ich hatte alles wie ein Schwamm aufgesogen. Mit allen Geschichten die drum herum erzählt wurden, die meisten hatten sich danach ja bekanntlich als Fantasien erwiesen. Zum Beispiel auch die Vorstellungen der Serviertochter, die der überzeugten Meinung war, dass sich Stadelmann auf der Baldegg aufgehalten habe. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch gut, wie Reporter auftauchten, alles mögliche nachfragten und daraus „ihre eigenen Geschichten“ machten. So auch – wenn ich mich richtig erinnere – eine Reportage in der „Schweizer Illustrierten“ in Wort und Bild, wo genau und an welchem Tisch Stadelmann im Restaurant gesessen sei.» 15. April, Leser P.R. aus Brugg